Videos zum Entenkooi:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein grosses Dankeschön geht an Elisabeth Nadler-Krekeler und Markus Krekeler für die freundliche Genehmigung der Veröffentlichung ihres Artikels über die typische Arbeit eines „Kooihundes“.

 

 

 

Ein Kooikerhondje bei der Arbeit

 

 

 

Wenn man in Dagebüll die Fähre nach Föhr nimmt und die Insel dann bis zum anderen Ende durchquert, kommt man nach Oldsum. Hier befindet sich der Arbeitsplatz von Catisha vom Torfmoorsee, dem einzigen Kooikerhondje in Deutschland, das als „Kooihund“ arbeitet.

Die zweijährige Catisha gehört Magnus Pedersen, dem Pächter einer Entenkoje auf Föhr. Dieses Entenkooi besteht seit 1862, damals gehörte dieser Teil Föhrs der dänischen Krone, so dass damals die Dänen die Genehmigung für die Entenjagd im Kooi erteilten. Seeleute hatten diese Methode der Jagd in den Niederlanden kennen gelernt und als Zubrot zur Landwirtschaft auf der Insel eingeführt. Seit 1990 wird sie von Magnus Pedersen aus Oldsum betrieben. Als er die Koje damals übernahm, war sie in keinem guten Zustand und er musste viel Arbeit investieren, um sie wieder nutzbar zu machen.

Auch heute noch investiert er täglich mehrere Stunden in die Pflege und Aufrechterhaltung der Anlage. Das Oldsumer Entenkooi ist nach dem „Terschellinger“-Typ aufgebaut. Es besteht aus einem zentralen Teich, in dem sich die wilden Enten mittels gezähmter Lockenten sammeln. Von diesem Zentrum ziehen sternförmig fünf einzelne Fangarme, die konisch zulaufend an einem Fangkorb enden.

Je nach Windrichtung können jeweils zwei Fangarme genutzt werden. Auf der einen Seite stehen hier fächerförmig angeordnete Schilfmatten, um die Catisha herumspringt und mit ihrer schön befederten Rute wedelt. So lockt sie die Enten immer tiefer in Richtung Reuse. Da die Fangarme nach allen Seiten geschlossen sind, gibt es kein Entrinnen und, da sie bogenförmig verlaufen, sehen die Enten den Fangkorb am Ende nicht. Über einen äußeren Gang kommt der Entenfänger nochmals an den Anfang der Fangröhre und treibt die Enten endgültig in den Fangkorb. Ein Teil der gefangenen Enten wird als Lockenten gezähmt, die anderen mittels „Wringeln“ getötet.

Hierbei wird der Ente mit einer schnellen Dreh- und Zugbewegung das Genick gebrochen, damit sie nicht leidet. Das erklärt auch, warum der Kooibaas einen Jagdschein besitzen muss. Die Jagdsaison dauert von 16. September bis Frostanfang. Früher musste der Entenfänger von Juli bis zum Frostanfang Mitte Januar in der bescheidenen Kate wohnen.

Heute werden hier im Jahr um die 50 Stockenten gefangen. Im letzten Jahrhundert wurden noch so viele Enten gefangen, dass sie in Wyk in einer Fabrik zubereitet und in Dosen verpackt wurden. Auf den Ozeandampfern der Hapag-Lloyd wurden sie dann u. a. beim Kapitänsdinner serviert.

 

Eingang des Entenkoois

 

 

 

Im zentralen See sammeln sich die Wildenten.

 

 

 

Konisch zulaufende Fangröhre mit Schilfmatten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Catisha lockt mit ihrer schön befederten Rute die Enten an.

 


Catisha springt zurück, um im nächsten Abschnitt der Fangröhre weiter zu arbeiten. Hier zeigt sich, dass für die Arbeit der Kooikerhondjes eine ausreichende Größe und eine genügende Knochenstärke nötig ist, um diese anstrengende Arbeit zu bewältigen.

 


Ende der Reuse

 


Diese Bäume stammen noch zum Teil aus der Gründungszeit des Entenkoois 1862. Damit die Bäume wachsen konnten, mussten Entwässerungsgräben gezogen werden.

 


In dieser bescheidenen Kate lebte der Kooibas früher viele Monate.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der unentbehrliche Helfer des Entenfängers

 

 

 

 

Historische Bilder über den Aufbau von Entenkoois

Nähere Info siehe auch: Magnus Pedersen Oldsum Vogelkoje

Text: Elisabeth Nadler-Krekeler, Fotos: Markus Krekeler

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